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Who let the Möpse out, who, who?

„Zuhause ist, wo der BH Urlaub hat.“ Kommt dir bekannt vor? Dann versuch es doch mal mit einem ganzen „No-Bra-Day“. Wir verraten dir drei Gründe, warum es sich lohnt, das Stückchen Stoff mal komplett daheim zu lassen. 

 

Im Alltag ist der BH nicht wegzudenken. Aber kaum zu Hause, landet er oft direkt in der nächsten Ecke. Und das ist gut so: Neben dem tollen Freiheitsgefühl kann es auch gesund sein, öfters mal „oben ohne“ unterwegs zu sein – auch wenn es zunächst vielleicht ungewohnt ist. Kein Wunder, denn der BH hat eine lange Tradition.

Schon im alten Rom waren die Frauen kreativ, wenn es um ihre Boobies ging. Mithilfe von Tuniken und Tüchern haben sie ihre Brüste „ins richtige Licht gerückt“. Später halfen Korsetts oder Miederwaren, die weiblichen Kurven zu stützen. So waren die „perfekten“ Brüste für jede Frau zu haben: Rund, schön geformt und vor allem gleich groß – denn bei vielen Frauen ist die rechte Brust größer als die linke. Der BH war schließlich ein tolles Hilfsmittel, diesem Ideal näherzukommen – und kleine Problemchen notfalls zu kaschieren. Nach dem Wonderbra-Hype ging es dem BH jedoch Ende der 60er-Jahre an die Bügel: Er galt als „ein Zeichen der Unterdrückung“. Auch heute gibt es viele Frauen, die „oben-ohne“ bevorzugen – ganz à la #freethenipple.

Freiheit für die Boobies: Drei gute Gründe

Und damit haben sie vollkommen Recht: Zwar mag es am Anfang ungewohnt sein, aber die Brüste genießen auch mal einen Tag in Freiheit – oder auch gleich zwei. Dass das nicht nur ein Gefühl der Freiheit mit sich bringt, sondern noch ganz andere Vorteile hat, bestätigt nun auch ein Wissenschaftler.

Der französische Uni-Professor Jean-Denis Rouillon von der Université de Franche-Comté hat uns das offizielle „Go!“ für den No-Bra-Day gegeben. Der Sportmediziner empfiehlt uns sogar, so oft wie möglich den BH weg zu lassen – und liefert direkt drei gute Gründe dafür:

1. Rückenschmerzen adé

„Ich hab‘ Rücken!“ Wer kennt das nicht? Verzichtet doch einfach mal auf euren BH – das kann laut Rouillon positive Auswirkungen auf den Rücken haben. Dieser Meinung sind auch seine Probandinnen, die nach 15 Jahren ohne BH rückenschmerzfrei leben.

2. Lifting mal anders

Hängende Brüste – was für eine Horrorvorstellung? Eigentlich sind Hängebrüste nichts Schlimmes, sie entsprechen nur eben nicht dem (leider) so verbreiteten Ideal. Aber wusstet ihr, dass BHs diese begünstigen können? Also: Öfters mal das Stückchen Stoff daheimlassen! Wenn die Brüste „lernen“, sich selbst zu tragen, werden Bindegewebe und Muskeln stärker – das hält die Brust länger straff. So einfach war Brustmuskeltraining noch nie!

3. Druck ablassen

Kaum jemand trägt einen wirklich gut passenden BH. Doch zu enge BHs drücken oftmals das Lymphsystem unter der Brust ein, welches unter anderem für die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr der Zellen wichtig ist. Durch den Druck, so vermuten US-amerikanische Wissenschaftler, können Giftstoffe schlechter aus den Zellen transportiert werden – das Brustkrebsrisiko steigt. Lasst euch beim Dessous-Kauf am besten beraten – dann zwickt und zwackt es später auch weniger.

Also Mädels – befreit eure liebsten Schätze und legt einen No-Bra-Day in der Woche ein. Das ist der erste Schritt in ein „oben ohne-Leben“. Probiert es doch am Anfang mal am Wochenende aus, um euch langsam daran zu gewöhnen.

Aller Anfang ist – ungewohnt

Daran gewöhnen? Richtig gelesen. Wenn ihr schon seit Jahren eure Brüste hoch schnallt, können sie am Anfang etwas empfindlich sein. Sie sind es einfach nicht mehr gewöhnt, sich selbst zu tragen – und ihr merkt sie entsprechend bei jedem Schritt. Das ist am Anfang etwas irritierend, legt sich aber ganz schnell von alleine.

Eine größere Hürde ist vielleicht die psychische Komponente. Ihr habt das Gefühl, alle schauen auf eure Brüste? Ihr habt Angst vor einem „Nipplegate“? Dann zieht am besten anfangs dunkle, weit geschnittene Tops an – die kaschieren sehr schön, sodass ihr euch weniger unwohl fühlt. Auch sehr dünne, elastische BHs (Bralets) können am Anfang helfen. Diese stützen die Brüste nicht zu sehr, bieten euch aber etwas mehr Sicherheit. Und unter relativ durchsichtigen Oberteilen sind Bikini-Tops eine super Alternative.

Nach und nach könnt ihr so den BH an immer mehr Tagen weglassen – und zum Schluss rockt ihr jede Situation auch oben ohne. Jean-Denis Rouillon wäre sicherlich stolz auf euch!

In diesem Sinne: Fröhliches Abhängen!

Euer w-wie-weiblich-Team 

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