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Tinder: Take or Toss?

Es könnte so einfach sein: Ein paarmal wischen, schreiben und die Liebe des Lebens finden. Die Dating-App Tinder wird jedoch heiß diskutiert. Sind wir in der heutigen Zeit nicht mehr in der Lage, unsere Partner im Real Life kennenzulernen? Und hilft Tinder tatsächlich bei der Suche nach der großen Liebe? Wanda hat’s ausprobiert – und verrät euch ein paar persönliche Tipps.

 

„Tinder? Ist doch eine App für schnellen Sex“, sagen viele. Und sie könnten Recht haben: Erst vor kurzem habe ich gelesen, dass die Hälfte aller Tinder-Nutzer vergeben sind, ein Drittel sogar verheiratet! Das schreit doch schon nach einem Portal für den unkomplizierten Seitensprung, oder? Trotzdem spricht jeder über die App. Viele aus meinem Freundeskreis haben sich sogar angemeldet. Ich war am Anfang skeptisch – aber die Neugier hat gesiegt: Auch ich habe die App heruntergeladen und wollte mir ein eigenes Bild machen.

Auf den (G-)Punkt gebracht

Drei Monate lang habe ich gewischt, geschrieben und gedatet. Ein bisschen hatte ich die Hoffnung, dass zwischen den vielen Kerlen der Richtige für mich dabei ist. Aber weit gefehlt: Die meisten kamen ziemlich schnell auf den Punkt. Für Romantik oder tiefe Gespräche war da kein Platz. Die Chatverläufe kurz und knapp: „Single? Vorlieben? Heute schon was vor?“

Vom Wischen zum Date geht’s auf Tinder recht schnell. In den drei Monaten habe ich mehr als 15 Typen getroffen. Das ist definitiv ein Vorteil von Dating-Portalen – und speziell von dieser App. Doch die fehlenden Gespräche dazwischen haben auch ihre Nachteile: Ich glaube, dass viele Nutzer mit unterschiedlichen Erwartungen zu den Dates gehen – so habe ich es zumindest erlebt. Mein Tinder-Tipp: Die Fronten unbedingt vorher klären – dann erwarten euch auch keine bösen (oder nackten) Überraschungen.

Lust auf Neues?

Die ungezwungenen, kurzen Kontakte haben aber auch Vorteile: Du kannst sein, wer du willst und wie du willst. Viele geben in den kurzen Gesprächen erstmal nur wenig von sich preis. Dadurch kann man sich auch mal ganz neu inszenieren und Dinge ausprobieren. Tinder wird so zu eurem persönlichen Hitch – der Date-Doktor: Einfach mal „daten üben“, ohne Vorurteile, ohne schlechtes Gewissen. Es ist völlig egal, denn wer weiß, ob ihr euer Gegenüber je wiederseht.

Auch im Bett hat es seine Vorteile: Vielleicht wolltet ihr schon immer mal eine neue Stellung ausprobieren? Oder einen Dreier haben? Oder neue Toys ausprobieren? Wer schon immer mal etwas Neues ausprobieren wollte, aber bisher nicht den richtigen Partner hatte, hat auf Tinder vielleicht Glück. Wie gesagt geht’s hier schnell zur Sache…und vielleicht ist ja ein Match dabei, der auf das Gleiche steht. Wer weiß, vielleicht hat der ein oder andere dadurch den besten Sex seines Lebens?

Mein Tipp: Ihr kommt gerade aus einer längeren Beziehung und seid auf der Suche nach neuen Abenteuern, (sexueller) Aufmerksamkeit und/oder Ablenkung? Dann lohnt sich die Anmeldung bei Tinder. Vielleicht findet ihr dort wonach ihr sucht – und zwar ganz bequem und unkompliziert vom Sofa aus.

Tinder vs. Real Life – geht’s noch?

Das Stichwort Sofa bringt uns auch schon zur Gretchen-Frage: Können wir keine Kontakte mehr im realen Leben knüpfen? Brauchen wir Dating-Apps wie Tinder wirklich? Oder machen wir uns nur selbst etwas vor, wenn wir in Schlabberklamotten vom Sofa aus unseren nächsten Sexpartner oder unsere nächste Beziehung suchen?

An dieser Stelle möchte ich euch von meiner Freundin Rieke erzählen. Rieke ist eine total charmante und witzige Person. Ich könnte euch jetzt mit vielen Floskeln langweilen („Pferde stehlen“ und so…), Rieke ist einfach eine tolle Frau. Aber sie hat einfach wahnsinnige Probleme, Typen anzusprechen. Sobald ein heißer Kerl vor ihr steht, bekommt sie keinen gescheiten Satz mehr raus. Ihre letzte Beziehung ist entsprechend auch schon ein paar Tage her.

Rieke hat sich, wie viele unserer Freunde, daraufhin Tinder heruntergeladen. Für sie war das super: Die Hemmschwelle jemanden anzusprechen ist einfach viel niedriger. Dadurch kam sie mit vielen in Kontakt und hatte unzählige Dates. Einen Typen hat sie dann sogar länger getroffen. Er hat ihr gut gefallen und der Sex mit ihm sei einzigartig, meinte sie. „Und wer weiß, was sich aus der Bekanntschaft noch ergibt“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Inzwischen sind die beiden ein Paar – und sie passen einfach zusammen wie Arsch auf Eimer. Ohne Tinder hätte sie ihn vermutlich niemals angesprochen.

Worauf ihr achten solltet

Riekes Erfahrung ist aber eher die Ausnahme auf Tinder. Die große Liebe findet ihr dort wahrscheinlich nicht. Aber wer Lust auf ungezwungene Bekanntschaften, schnellen Sex oder zum Beispiel etwas Ablenkung nach einer Trennung sucht, ist hier genau richtig. Wichtig ist, dass ihr die Fronten mit eurem Gegenüber von Anfang an klärt. Dann kann aus einem Wischen ganz schnell ein heißer Abend werden.

Ein letzter Tipp: Achtet bei ungezwungenen Bettbekanntschaften immer auf die richtige Verhütung und Hygiene. Wer zu Infektionen neigt, kann auf spezielle Intimwaschlotionen, etwa die Sagella hydramed Intimwaschlotion, zurückgreifen. Ansonsten steht eurem Tinder-Spaß nichts im Wege.

Frohes Wischen wünscht…

Eure Wanda

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